Samstag, 19. März 2016

24: Die "Heilsgeschichte", Teil 3: Die (Un)Gerechtigkeit der Erlösung

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So, wir haben uns angesehen, wie die "Heilsgeschichte" anfing und wo sie heute angeblich steht. Fehlt nur noch eins: Wie geht's weiter? Gott plant eine Gerichtsverhandlung, das jüngste Gericht. Bei diesem Thema zeigt sich die Bibel von ihrer allerübelsten Seite. Wie zur Hölle kommt man nicht in die Hölle? Wie so oft glaubt hier nahezu jeder Christ etwas anderes. Und das deutet schon auf die Uneinheitlichkeit hin, die uns in der Bibel auch bei diesem Thema wieder einmal entgegenschlägt.

1. Kriminalisierung
Was man zunächst feststellt, wenn man die ganze Bibel anschaut, ist, dass - wie in Teil 2 dieser Trilogie schon erwähnt - alle Menschen von Geburt an als Straftäter gelten:

1. Mose 8, 21: "Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf."

Römer 5, 18+19: "Wie nun durch eines Sünde die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle Menschen gekommen. 19 Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viele Gerechte."

Psalm 51, 7: "Siehe, ich bin in sündlichem Wesen geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen."

Bereits an diesem Punkt können wir also unbestreitbar sagen, dass Gottes Vorgehen ungerecht ist. Es wird aber noch viel, viel übler. Nicht nur züchtigt Gott die Menschen, um ihnen die angeborene Bosheit auszutreiben (Hebräer 12, 5-11) - er tätigt noch weitere Vorbereitungen für sein Gericht:

Römer 5, 20: "Das Gesetz aber ist neben eingekommen, auf daß die Sünde mächtiger würde."

Gott setzt ein für Menschen unerfüllbares Gesetz ein. Die logische Folge: Keiner kann Gottes Justiz entgehen. Aber auch damit hält es die Bibel nicht so genau, wie uns die Skeptic's Annotated Bible verrät, indem sie alle Stellen auflistet, in denen Menschen "gerecht" genannt werden, und darunter die vier, die allen Menschen Freiheit von Sünden absprechen:


2. Vorherbestimmung und Irreführung
Im zweiten Post dieses Blogs habe ich diesen Umstand bereits aufgezeigt: Es gibt Bibelstellen, die aussagen, dass der freie Wille des Menschen völlig hinfällig sei. Hier ein Überblick:

Sprüche 16, 4: "Der Herr macht alles zu bestimmtem Ziel, auch den Gottlosen für den bösen Tag."

Matthäus 22, 14: "Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt."

Johannes 12, 39+40: "Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja sagte abermals: 40 "Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, daß sie mit den Augen nicht sehen noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren und ich ihnen hülfe."

Apostelgeschichte 13, 48: "Da es aber die Heiden hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des HERRN und wurden gläubig, wie viele ihrer zum ewigen Leben verordnet waren."

Römer 8, 30: "Welche er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, welche er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, welche er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht."

Epheser 1, 4: "...wie er uns erwählt hat durch denselben, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir sollten sein heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe."

Römer 9, 15-23: "Denn er spricht zu Mose: "Welchem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich." 16 So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. 17 Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Ebendarum habe ich dich erweckt, daß ich an dir meine Macht erzeige, auf daß mein Name verkündigt werde in allen Landen." 18 So erbarmt er sich nun, welches er will, und verstockt, welchen er will.

19 So sagst du zu mir: Was beschuldigt er uns denn? Wer kann seinem Willen widerstehen? 20 Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich also? 21 Hat nicht ein Töpfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Gefäß zu Ehren und das andere zu Unehren? 22 Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat er mit großer Geduld getragen die Gefäße des Zorns, die da zugerichtet sind zur Verdammnis; 23 auf daß er kundtäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit..."

Das ist willkürliche Ungerechtigkeit in Reinform. Soviel zur Allversöhnung, die an der Stelle 1. Timotheus 2, 3+4 festgemacht wird, die so gar nicht zum Rest der Schrift passt. Und vor allem widerspricht all das dem, was uns in den Kirchen allgemein gepredigt wird: Kehret um, entscheidet euch selbst für Jesus! Man kann diese Sicht mit der Schrift ebenfalls begründen. Und da tut sich dann ein weiterer, nicht minder widersprüchlich-verwirrender Problemkomplex auf.

3. Glauben und/oder Werke
Ich weiss nicht, wie oft ich das mit Glaubensgeschwistern diskutiert habe: Müssen wir nur an Jesus glauben oder müssen zwangsläufig Taten folgen? Zunächst die Seite, die Christen öfter proklamieren und nach der sie meist leben - kein Wunder, sie ist nämlich sehr verlockend und ermöglicht jedem, inklusive auf dem Totenbett bekehrte Vergewaltiger und Mörder, ein Ticket für den Himmel, ohne Konsequenzen:

Johannes 5, 24: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen."

Apostelgeschichte 16, 31: "Glaube an den HERRN Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig!"

Römer 3, 28: "So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben."

Römer 10, 4: "Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht."

Galater 2, 16: "...doch weil wir wissen, daß der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum, so glauben wir auch an Christum Jesum, auf daß wir gerecht werden durch den Glauben an Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzeswerke wird kein Fleisch gerecht."

Doch dann stehen da leider auch noch solche Sachen:

Lukas 16, 17: "Es ist aber leichter, daß Himmel und Erde vergehen, als daß ein einziges Strichlein des Gesetzes falle."

Matthäus 5, 20: "Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen."

Matthäus 7, 21: "Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel."

Matthäus 16, 27: "Denn es wird geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem jeglichen vergelten nach seinen Werken."

Römer 2, 5+6: "...des gerechten Gerichtes Gottes, 6 welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken..."

2. Korinther 5, 10: "Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richtstuhl Christi, auf daß ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse."

1. Petrus 1, 17: "Und sintemal ihr den zum Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk..."

Offenbarung 20, 12: "Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken."

Wie kann der von Gott inspirierte Paulus sich innerhalb eines Briefes bei solch einem zentralen Dogma selbst widersprechen?! Wie kann jemand die Website bibel-online mit all ihren Querverweisen zusammenbasteln, ohne der Bibel den Rücken zu kehren?! In einer der wohl besten Bibelstellen überhaupt widerlegt Jakobus den Irrsinn von "Wer's glaubt, wird selig" ein für alle mal:

Jakobus 2, 14-19: "Was hilfst, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? 15 So aber ein Bruder oder eine Schwester bloß wäre und Mangel hätte der täglichen Nahrung, 16 und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch und sättiget euch! ihr gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe ihnen das? 17 Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. 19 Du glaubst, daß ein einiger Gott ist? Du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern."

Jakobus stellt zwei sehr zentrale Dinge klar: Es ist, entgegen der Behauptungen mancher Christen, absolut möglich, wirklich an den Erlöser Jesus zu glauben, aber seinen Geboten nicht zu folgen. Und die Dämonen, die Jesus austrieb, bekannten lauthals, Jesus sei Gottes Sohn - doch sie haben allein deswegen kein Paradies in Aussicht. Gott schaut auf die Werke, quod erat demonstrandum. Was ist, wenn man nur Werke hat?

Markus 9, 40: "Wer nicht gegen uns ist, ist für uns."

Man will schon freundlich lächeln und Jesus für seine gnädige Haltung auf die Schulter klopfen - bis man andere Stellen liest:

Matthäus 12, 30: "Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich."

Johannes 15, 6: "Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen."

Wer nur an Gott glaubt, ist noch nicht aus dem Schneider, das ist ja durchaus gerecht - aber wer Gutes tut, muss zudem noch die absurden, unbewiesenen Behauptungen der Bibel glauben. Ein ungeheurliches Rechtssystem. Jesus kam auf die Erde, um uns im Auftrag seines Vaters zu erpressen.

4. Fürchten oder nicht fürchten?
Wie sollte man jetzt das Gericht erwarten - zuversichtlich oder mit Sorge? Zunächst einmal etwas vom Allerwichtigsten: Die Hölle - ewige, feurige Qual bei vollstem Bewusstsein - ist ein fester Bestandteil der Bibellehre.

Matthäus 13, 40-42: "Gleichwie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen: 41 des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die da unrecht tun, 42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappen."

Matthäus 25, 41: "Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!"

Markus 9, 43: "Und wenn deine Hand dich zum Bösen verführt, dann hack sie ab! Es ist besser, du gehst verstümmelt ins Leben ein, als mit beiden Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer."

Markus 16, 16: "Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden."

Lukas 16, 19-25: "Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein armer Mann mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwären (...) 22 Es begab sich aber, daß der Arme starb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. 23 Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. 24 Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. 25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt."

2. Thessalonicher 1, 7-9: "...wenn nun der HERR Jesus wird offenbart werden vom Himmel samt den Engeln seiner Kraft 8 und mit Feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkennen, und über die so nicht gehorsam sind dem Evangelium unsers HERRN Jesu Christi, 9 welche werden Pein leiden, das ewige Verderben von dem Angesichte des HERRN und von seiner herrlichen Macht..."

Offenbarung 14, 10+11: "...der wird vom Wein des Zorns Gottes trinken, der lauter eingeschenkt ist in seines Zornes Kelch, und wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm; 11 und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht..."

Offenbarung 20, 15: "Und so jemand nicht ward gefunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl."

Offenbarung 21, 8: "Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner — ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod."

Ein Gott, dem so ein Ort auch nur in den Sinn kommt, ist keiner Anbetung würdig. Wie schon zu Anfang der Heilsgeschichte muss man sich in den Worten von Matt Dillahunty fragen: "Könnten Ihre Kinder irgendetwas tun - darunter Ihre Liebe abweisen - das es für Sie rechtfertigen würde, sie im Keller einzusperren und zu foltern?" Sollen Gläubige nun fürchten, dass sie vielleicht dort landen? Die Bibelautoren sind sich nicht einig.

Römer 8, 1: "So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind."

Amos 5, 18: "Weh denen, die des HERRN Tag begehren! Was soll er euch? Denn des HERRN Tag ist Finsternis und nicht Licht."

Matthäus 7, 21: "Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel."

Philipper 2, 12: "Also, meine Liebsten, (...) schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern."

Wissen Sie, wer sich besonders Sorgen machen sollte? Alle, die gestorben sind, ohne sich bekehrt zu haben oder natürlich, ohne überhaupt die Chance dazu gehabt zu haben. Denn nach dem Tod gibt es keine Möglichkeit zur Umkehr mehr. Woher ich das weiss?

Psalm 6, 6: "Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir bei den Toten danken?"

Psalm 88, 11+12: "Wirst du denn unter den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? (Sela.) 12 Wird man in Gräbern erzählen deine Güte, und deine Treue im Verderben?"

Jesaja 38, 18: "...so rühmt dich der Tod nicht, und die in die Grube fahren, warten nicht auf deine Wahrheit..."

5. Er kommt gleich wieder... Gleich... Jetzt gleich...
Zu guter Letzt: Wann ist es denn nun soweit? Das ist das Gute an dem Ganzen: Es hätte alles schon lange eintreffen müssen, wir können uns alle entspannt zurücklehnen, im Wissen, dass die biblische Doktrin als widerlegt gelten muss. Je weiter man in der Bibel liest, desto mehr überkommt einen das Fremdschämen.

Matthäus 10, 23: "Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt."

Matthäus 16, 27+28: "Denn es wird geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem jeglichen vergelten nach seinen Werken. 28 Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis daß sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich."

Matthäus 24, 30-34: "Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. 31 Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem anderen. 32 An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter gewinnt, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. 33 Also auch wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist. Wahrlich ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dieses alles geschehe."

1. Korinther 10, 11: "... es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt gekommen ist."

1. Korinther 15, 51+52: "Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; 52 und dasselbe plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune."

Hebräer 10, 37: "Es ist nur noch eine ganz, ganz kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll", hat Gott gesagt..."

1. Petrus 4, 7: "Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge."

1. Johannes 2, 18: "Kinder, es ist die letzte Stunde!"

Irgendwann wurden die Leute ungeduldig - verständlich. Und da wurden dann natürlich in bester christlicher Tradition akrobatische Erklärungen und theologische Schlupflöcher gesponnen:

2 Thessalonicher 2, 1+2: "Wir bitten euch aber, Brüder, betreffs der Wiederkunft unsres Herrn Jesus Christus und unsrer Vereinigung mit ihm: 2 Lasset euch nicht so schnell aus der Fassung bringen oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch eine Rede, noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Herrn schon da."

2 Petrus 3, 3-8: "Und wisset aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln 4 und sagen: "Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist." (...) 8 Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem HERRN ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag."

Fazit
Meine Güte. Das ist alles so verwirrend, ungerecht, widersprüchlich und so unglaublich offensichtlich ein von Menschen zusammengeschusterter Flickenteppich aus metaphysischem Nonsens. Es setzt der völlig absurden, verstörenden "Heilsgeschichte" die Krone auf. Jahwe, Jesus, Paulus, Petrus, Jakobus - sie alle widersprechen einander und immer wieder auch sich selbst konstant und geben grässliche Dinge von sich. Wer kann einen Gott anbeten, der die gesamte Menschheit anhand von mitunter absolut lachhaften Gesetzen kriminalisiert und ihr dann mit einem falschen Grinsen anbietet, sie vor der ewigen Strafe zu retten, die er selbst gebastelt hat? Ich hoffe sehr, Sie können das nicht.

- Ihr Scrutator

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